AI LEADERS - DAS GLOSSAR

Wissen - Glossar

AI LEADERS ist Ihr weltweiter Zugang zu Unternehmen, 
die künstliche Intelligenz vorantreiben oder vorbildlich einsetzen.

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Da das Vermögen der Fondsgesellschaft strikt vom Vermögen der aufgelegten Fonds getrennt sein muss, agiert die Depotbank als eine Art Treuhand. Durch die Deponierung des Vermögens bei einer unabhängigen Bank wird gewährleistet, dass eine strenge Trennung zwischen Fonds- und Gesellschaftsvermögen besteht. Dadurch kann gewährleistet werden, dass bei einer Insolvenz der Kapitalgesellschaft das Fondsvermögen nicht verloren geht.

In §22 InvG steht hierzu: " Bei Wahrnehmung ihrer Aufgaben handelt die Depotbank unabhängig von der Kapitalanlagegesellschaft und ausschließlich im Interesse der Anleger“.

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Eine Kapitalanlagegesellschaft darf nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft (AG) oder Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) betrieben werden.

Als Kreditinstitute unterliegen sie den Regelungen des KWG. Ebenso legt das deutsche Investmentgesetzt weitere Bedingungen fest:

Sie muss mit einem Anfangskapital von 300.000 € ausgestattet sein.

Sie muss mindestens zwei fachlich geeignete Geschäftsführer haben und darf außer der Verwaltung des Fonds und der damit zusammenhängenden Tätigkeiten keine Nebentätigkeiten ausüben.

Des Weiteren muss die Erlaubnis zum Geschäftsbetrieb bei der BaFin eingeholt werden und unterliegt dort regelmäßigen Meldepflichten.

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Grundsätzlich sollen Kapitalanlagegesellschaften und Fondsmanager nicht in die operativen Abläufe der Gesellschaften eingreifen, an denen sie beteiligt sind. Allerdings können sie auf der jeweiligen Hauptversammlung ihr Aktionärsrecht ausüben, um die Geschicke des Unternehmens zu Gunsten der Anleger zu beeinflussen. Dazu benötigen sie keine Vollmacht der Anteilseigner.

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Jeder Investmentfonds unterliegt, je nach Auflageland, den gesetzlich geltenden Anlagenrestriktionen. Diese sorgen dafür, dass eine Mindest-Risikostreuung des Vermögens erfolgt.

Eine kurzfristige Kreditaufnahme ist lediglich bis max. 10% des Fondsvermögens möglich, allerdings nur, wenn dies in den Vertragsbedingungen vorgesehen ist und die Depotbank dem zustimmt.

Für deutsche Investmentfonds gelten laut InvG folgende Richtlinien:

Anlagegrenzen:

Es dürfen grundsätzlich nur Wertpapiere gekauft werden, die an der Börse bzw. an einem organisierten Markt gehandelt werden. Dieser Markt muss für das Publikum offen sein und dessen Funktionsweise muss ordnungsgemäß sein.

Aber auch in Wertpapiere, die nicht an einer Börse oder einem anderen organisierten Markt zugelassen sind können bis zu 10% des Fondsvermögens investiert werden.

Die Position eines Wertpapieraussteller oder ein Schuldners darf max. 5% des Fondsvermögens betragen, außer dies ist in den Vertragsbedingungen anders geregelt. Vertraglich können auch bis zu 10% je Positionen zulässig sein, wenn die Wertpapiere nicht mehr als 40% des Fondsvermögens ausmachen (InvG §60 Abs. 1).  

Eine Kapitalgesellschaft darf mit all ihren Fonds max. 10% der Stimmrechte einer Aktiengesellschaft erwerben sowie max. 25% des Vermögens in Anteile von inländischen und ausländischen Investmentvermögen investieren.

Weitere Vorschriften:

Es dürfen lediglich in begrenztem Umfang Derivate (Futures und Optionen) erworben werden und keine Leerverkäufe von Vermögensgegenständen getätigt werden.

Es dürfen keine Edelmetalle oder Zertifikate von Edelmetallen erworben werden.