AI LEADERS - DAS GLOSSAR

Wissen - Glossar

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Eine Kapitalanlagegesellschaft (KAG) wird umgangssprachlich auch Fondgesellschaft oder Investmentgesellschaft genannt. Dieses Unternehmen legt einen oder mehrere Investmentfonds auf und verwaltet diese im eigenen Namen und auf gemeinsame Rechnung der Anteilinhaber.

Die KAG muss einen über die sich hieraus ergebenden Rechte der Anleger eine Urkunde, den sogenannten Anteilschein, ausgeben. Eine Kapitalanlagegesellschaft darf in Deutschland nur in der Rechtsform der Aktiengesellschaft oder als GmbH betrieben werden. Die meisten KAGs in Deutschland sind Tochterunternehmen der Banken- oder Versicherungsbranche, wobei dieser Trend sich hin zu unabhängigen Fondsgesellschaften wandelt.

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Eine Investmentaktiengesellschaft (InvAG) ist die für Investmentgesellschaften vorgeschriebene Rechtsform bei Investmentvermögen. Grundsätzlich wird das Vermögen der InvAG zwischen Anlageaktien und Unternehmensaktien getrennt. Im Jahr 2005 wurden die ersten Gesellschaften dieser Art in Deutschland aufgelegt und unterliegen den Bestimmungen des InvG Kap.3.

Es wird zwischen Investmentaktiengesellschaften mit fixem und veränderlichem Kapital unterschieden. Geschlossene inländische Investmentvermögen dürfen nur als Investmentgesellschaft mit fixem Kapital oder als geschlossene Investmentkommanditgesellschaft aufgelegt werden.

Offene inländische Investmentvermögen, sofern nicht als Sondervermögen aufgelegt, dürfen nur als Investmentaktiengesellschaften mit veränderlichem Kapital aufgelegt werden.

Es gelten die Vorschriften des Aktiengesetztes (AktG) als auch die Vorschriften des KAGB.

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Da Fondsgesellschaften das von ihr aufgelegte Sondervermögen nicht selbst verwahren dürfen, übernimmt dies eine Depotbank.

Die Depotbank übernimmt die Ausgabe und Rücknahme von Anteilsscheinen.

Kommt es zum Verkauf von Fondsanteilen, weist die KAG die Depotbank an, den Verkaufserlös zu überweisen.

Die Depotbank prüft die Richtigkeit der von der Fondsgesellschaft ermittelten börsentäglichen Ausgabe- und Rücknahmepreise.

Sie berechnet die laufenden Gebühren und belastet damit das Fondsvermögen.

Die Depotbank übernimmt die Durchführung der Ausschüttungen an die Anteilseigner sowie die Abwicklung des Fondsvermögens im Falle der Auflösung.

Außerdem achtet die Depotbank darauf, dass sämtliche Richtlinien und Gesetze eingehalten werden.

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Ein Fondsmanager verwaltet das Vermögen eines Fonds. Das Vermögen wird je nach Anlagestrategie des Fonds angelegt. Dabei muss er sich an die gesetzlichen Anforderungen sowie die für den Fonds geltenden Anlagerichtlinien halten.

Die Entscheidung, in welche Aktien oder Anlagen investiert wird, oder welche verkauft werden sollen, trifft der Fondsmanager. Neben der Entwicklung an den Börsen ist somit auch der Fondsmanager dafür verantwortlich, dass es zu einer guten Performance des Fondsvermögens kommt.

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Je nach Satzung des Fonds kann dieser seine Erträge ausschütten oder thesaurieren.

Bei der ausschüttenden Variante erzielen die Anteilseigner Erträge aus Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen, die regelmäßig ausgeschüttet werden.

Der Vorteil hier ist, dass die Erträge zur freien Verfügung stehen und anders investiert werden können. Gleichzeitig ist der Nachteil, dass man neue rentable Investitionsmöglichkeiten finden muss.

Bei der Thesaurierung werden die Erträge automatisch wieder in den Fonds reinvestiert. Somit erhalten die Anleger keine Ausschüttung, sondern eine Wertsteigerung ihrer Fondsanteile und profitieren vom Zinseszins-Effekt.

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Lediglich Kapitalanlagegesellschaften (KAG) dürfen in Deutschland Fonds auflegen. Sind diese nicht in Deutschland ansässig, müssen sie eine entsprechende Konzession vorlegen, um hier aktiv zu werden und Gelder einsammeln zu können.

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Für einen Investmentfonds wird von verschiedenen Anlegern Geld gesammelt. Dieses sogenannte „Sondervermögen“ wird von einem Fondsmanager gestreut in Wertpapiere oder andere Anlageklassen, wie Rohstoffe oder Immobilien investiert. Das Verlustrisiko ist so geringer, als wenn man direkt in einzelne Aktien investieren würde. Der große Vorteil eines Investmentfonds ist daher die Risikostreuung des Vermögens.

Da das Geld von verschiedenen Anlegern gesammelt und investiert wird, kann jeder Einzelne mit geringen Summen einsteigen. Dabei wird die ständige Marktbeobachtung dem Fondsmanager überlassen.