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Die Zukunft von Growth-Investments

Fotoquelle: picture alliance / Zoonar | Elnur Amikishiyev

Rezessionssorgen und Zinswende haben wachstumsorientierte Aktien in Mitleidenschaft gezogen. Anleger brauchen jetzt Ruhe und Gelassenheit, um vom Potenzial zu profitieren. Denn in vielen Branchen warten interessante Perspektiven. Es ist gar nicht lange her, da haben viele Investoren mit Growth-Aktien viel Geld verdient. Das sind Unternehmen mit starkem Wachstum beziehungsweise Wachstumspotenzial, die in der Regel aus dem Technologiesektor stammen: Alphabet (früher Google), Amazon, Apple, Meta (früher Facebook), Netflix, Tesla und viele andere mehr. Deren Börsenwachstum war teilweise nahezu fantastisch, Tesla beispielsweise hatte in drei Jahren fast 1900 Prozent zugelegt, Apple immer noch mehr als 250 Prozent. Damit waren Growth-Aktien in den vergangenen Jahren der Heilsbringer für viele Portfolien. Aber als dann die internationalen Kapitalmärkte im Winter 2021/2022 langsam zum Sinkflug ansetzten, waren es zuerst diese Wachstumstitel, die deutlich an Wert verloren hatten. Die Unsicherheiten durch den Ukraine-Krieg, die steigenden Zinsen und die Inflationssorgen haben den Appetit der Anleger auf Technologie und Wachstum erheblich reduziert – und dass, obwohl Growth-Aktien die Kapitalmärkte maßgeblich aus dem Schlamm der ersten Covid-Welle gezogen hatten. Ist das also das Ende von Growth? Nein, sagt beispielsweise Christian Hintz, Vermögensverwalter aus Stuttgart und Portfoliomanager des auf Künstliche Intelligenz spezialisierten Aktienfonds AI Leaders. „Technologieunternehmen sind natürlich nicht über Nacht dauerhaft unattraktiv geworden. Sie haben eine Bewertungskorrektur erfahren, nachdem die Kurse in den vergangenen fünf bis zehn Jahren überproportional zu ihrem Wachstum gestiegen sind, und die konjunkturelle Unsicherheit und die Inflations- und Zinswende machen solche Unternehmen in der Phase eines Zinsanstiegs kurzfristig weniger interessant für Investoren.“ Wie schnell sich die Zeiten an der Börse ändern können, zeigen die vergangenen Monate. Die Rückkehr weniger Investoren reichte aus, dass der MSCI World Growth Index, der globale Wachstumswerte abbildet, für den Zeitraum von November 2022 bis Januar dieses Jahres eine Performance von 9,88 Prozent aufweist und damit vor dem MSCI World Index liegt. Auch auf fünf und zehn Jahre gesehen schlägt der MSCI World Growth Index den großen Vergleichsindex, und dass trotz der Rücksetzer, die der Growth-Stil zuletzt erfahren hat. Christian Hintz verdeutlicht die Zukunftsaussichten anhand der Künstlichen Intelligenz. „Auch die Aktien aus diesem Sektor haben kräftige Korrekturen erfahren. Die derzeitige Schwächephase ist aber ein perfekter Einstiegszeitpunkt, nachdem der Tiefpunkt des AI-Leaders schon im Juni 2022 lag. Wenn das Geld nach einer allgemeinen Beruhigung wieder in großem Stil in die Märkte strömt, werden die Kurse deutlich steigen. Langfristig ist das Umfeld völlig intakt. Das durchschnittliche Wachstum unserer Unternehmen liegt unverändert bei über 20 Prozent.“ Überhaupt hat Künstliche Intelligenz zuletzt einen Hype erfahren, unter anderem auch durch den Erfolg des Chatbots Chat GPT der US-Firma OpenAI. Unter anderem profitiert Nvidia – bekannt vor allem für die Entwicklung und Herstellung von Grafikchips – von der neuen Begeisterung für KI, weil die Technologie des Unternehmens für verschiedene KI-Integrationen von selbstfahrenden Autos bis zu Robotern verwendet wird. Die Aktie hat in einem Monat fast 30 Prozent gewonnen und liegt auf Drei-Jahres-Sicht fast 240 Prozent im Plus. Experten sehen Künstliche Intelligenz auch in anderen Bereichen als zukunftsweisend an, etwa in der Medizin zur Krankheitserkennung oder auch in der nachhaltigen Entwicklung durch KI-gesteuerte saubere Energienetze. Auch der Krefelder Anlageberater Rolf Klein der Neutralis Kapitalberatung betont, dass die Bedeutung der Technologieunternehmen nicht abnehmen werde. „Ob Künstliche Intelligenz, Smart City, Raumfahrtindustrie, Metaverse oder Industrie 4.0: Die Entwicklungen in diesen Bereichen werden dynamisch zunehmen, sodass die daran direkt und indirekt beteiligten Unternehmen von einem großen Potenzial profitieren können.“ Er warnt aber vor übergezogenem Aktionismus. Am besten sei – wie immer – eine professionelle Mischung von Anlageklassen und -stilen, um Chancen und Risiken angemessen zu verteilen. Fonds seien dafür gut geeignet, da deren Management bereits einen guten Marktüberblick und Gespür für interessante Werte nachgewiesen habe.

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